Die aktuelle Gemeinschaftsstudie „Einkaufscontrolling Deutschland 2025“ von BME und der Unternehmensberatung entero zeigt ein klares Bild. Moderne Einkaufsorganisationen entwickeln sich zunehmend hybrid, setzen stärker auf datengetriebene Analysen und rücken strategische Faktoren wie Qualität, Preis und Total Cost of Ownership (TCO) in den Vordergrund.

Die Erhebung basiert auf den Antworten von mehr als 100 Expert:innen aus Einkauf, Controlling und IT, vorwiegend aus der Industrie, mit Unternehmen ab einem Umsatz von zehn Millionen Euro. Rund zwei Drittel der Befragten sind in Führungspositionen tätig und steuern im Durchschnitt Unternehmen mit einem Umsatz von 275 Millionen Euro. Die Studie verdeutlicht damit die Perspektive erfahrener Verantwortliche, die den Einkauf als strategischen Hebel im Unternehmen nutzen.
Ein zentrales Ergebnis der Studie ist die zunehmende Hybridisierung der Einkaufsorganisationen. Zentralisierte Strukturen sind mit 48 Prozent vertreten, fast gleich stark ist die Kombination aus zentralen und dezentralen Modellen mit 45 Prozent. Diese Entwicklung zeigt, dass Unternehmen zunehmend flexible Modelle bevorzugen, die lokale Entscheidungen ermöglichen, ohne die strategische Steuerung zu verlieren.
Auch das Einkaufscontrolling erlebt einen Aufwärtstrend. Nachdem der Anteil der Unternehmen mit etabliertem "Controlling" bis 2023 zurückging, liegt er 2025 wieder bei 52 Prozent. Parallel dazu nimmt der Anteil ohne "Controlling" ab, was auf die wachsende strategische Bedeutung und Professionalisierung des Einkaufs hinweist. Qualität, Preis und TCO stehen dabei im Fokus, während die Risikobetrachtung im Vergleich zu 2023 leicht zurückgeht.
Die bevorzugten Einkaufsstrategien bleiben die Bündelung nach Warengruppe und Rahmenverträge, wobei Teilebeschaffung (Part Sourcing) an Relevanz gewinnt. Als wichtigste KPIs gelten Einkaufsvolumen, Einsparungen in Prozent des Gesamtvolumens und Preisentwicklung von Materialien. ERP-Landschaften werden heterogener, wobei große Software-Anbieter wie SAP und Microsoft weiterhin dominieren, während selbst entwickelte Lösungen abnehmen.
Die Studie bestätigt, dass Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit die zentralen Trendthemen im Einkauf 2025 sind. KI bewegt sich zunehmend von der theoretischen Diskussion hin zu konkreten Anwendungsszenarien. Nachhaltigkeit erfährt einen deutlichen Umsetzungsschub in Prozessen und Steuerungsgrößen und wird zunehmend als strategisches Steuerungsinstrument genutzt.
Für 2026 erwarten Unternehmen einen noch stärkeren Fokus auf den Ausbau von KI-Use-Cases, die Digitalisierung von Einkaufsprozessen, die Verbesserung der Datenqualität sowie die Stärkung von Nachhaltigkeits- und Risikomanagementaktivitäten.
Gerade die indirekte Beschaffung profitiert von diesen Entwicklungen. Ein strukturiertes Einkaufscontrolling schafft Transparenz über Einmalbedarfe, Sonderaufträge und operative Prozesse. Hier setzt Pedlar an: Mit einem 1-Kreditor-Modell lassen sich indirekte Beschaffungen zentral bündeln, Risiken reduzieren, Compliance sichern und Prozesse messbar gestalten. Dadurch wird die indirekte Beschaffung nicht nur effizienter, sondern auch strategisch wertvoll.
Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich, dass Unternehmen, die moderne Controlling-Ansätze konsequent umsetzen, ihre Einkaufsorganisation zukunftsfähig gestalten und gleichzeitig den Wertbeitrag des Einkaufs messbar erhöhen können. Pedlar unterstützt genau an diesem Punkt, indem es Transparenz, Effizienz und Steuerbarkeit in die indirekte Beschaffung bringt und so die Trends von 2025 aktiv nutzbar macht.
Quelle: Gemeinschaftsstudie von BME und entero: Einkaufscontrolling in Deutschland 2025
