Erfahren Sie in unserem Webinar, wie das 1-Kreditor-Modell operative Aufwände in der indirekten Beschaffung deutlich reduziert.
0:00 Willkommen zu diesem Webinar. Mein Name ist Marvin de Kautchitz, Gründer und Geschäftsführer von Pedler. In diesem kurzen Webinar erkläre ich Ihnen das Prinzip des Ein-Kreditor-Modells — konkret, wie es in der Praxis funktioniert und wie es von inzwischen 200 unserer Kunden eingesetzt wird. Fragen können jederzeit im Chat gestellt werden.
0:30 Was ist ein Ein-Kreditor-Modell? Zunächst ein wichtiger Hinweis: Es handelt sich um ein Dienstleistungsmodell, keine Software. Der Begriff wird zwar auch im Kontext von Katalogbeschaffungssystemen verwendet, beschreibt dort aber nicht ganz den richtigen Sachverhalt. Ein Ein-Kreditor-Modell-Anbieter schaltet sich zwischen den Einkauf und die verschiedensten Einmallieferanten
1:00 Unser Angebot ist dabei relativ agnostisch — nicht auf einzelne Warengruppen beschränkt, sondern über Produkte, Dienstleistungen bis hin zu Software alles über einen einzigen Kreditor bündelbar. Das bedeutet: alles aus einer Hand im Kreditorenmanagement.
1:19 Hoher Aufwand, hohe Prozesskosten: Im Durchschnitt liegen diese bei unseren Kunden bei ca. 500 €, häufig auch bei 200–300 € pro Vorgang. Der Grund: Entlang jedes Teilschritts eines Beschaffungsprozesses entstehen Probleme — beginnend bei der Bedarfserfassung. Bedarfe werden häufig nicht in internen Katalogen definiert, sondern von den Fachabteilungen über Google recherchiert.
2:07 Das führt zu E-Mail-Pingpong, weil diese Lieferanten in der Regel noch nicht gelistet sind. Der Einkauf versucht, neue Lieferantenanlagen zu vermeiden, was jedoch häufig scheitert. Es folgt der aufwändige Prozess der Lieferantenanlage: Selbstauskunft einholen, Abteilungen einbinden (Finanzen, Compliance, Risikomanagement) — ein Prozess, der Wochen dauern kann. Bei einem unserer Kunden dauerte es in einem Extremfall 12 Wochen.
3:41 Ist der Lieferant dann angelegt, folgen weitere Hürden. Bei Onlineshop-Beschaffungen muss man sich im Shop registrieren, durch den Checkout navigieren und zahlt am Ende oft nur per Vorkasse oder Kreditkarte — alles, was unsere Kunden ungern sehen. Kleinstbedarfe summieren sich zu extremem manuellen Aufwand: Einkäufer betreuen täglich Dutzende bis Hunderte solcher Vorgänge.
4:51 Im Hintergrund wächst ein weiterer Kopfschmerz: Viele Kunden legen 800–1.000 neue Einmallieferanten pro Jahr an. Diese müssen später geprüft, auditiert und bei Bedarf wieder bereinigt werden — nur um Monate später denselben Lieferanten erneut anlegen zu müssen, wenn eine Fachabteilung ihn wieder benötigt.
5:32 Das Ein-Kreditor-Modell setzt hier an: Es schafft einen prozesskonformen Ansatz zur Abwicklung unterschiedlichster Warengruppen im indirekten Beschaffungsbereich — insbesondere im langen Arm des Tail Spend, der über Kataloge nicht sinnvoll darstellbar ist. Ziel: Reduktion des administrativen und manuellen Aufwands sowie bessere Kontrolle der Kreditoren-Stammdaten.
6:15 Wie funktioniert das Modell im Alltag? Eine aufwändige IT-Anbindung ist nicht notwendig. Ein normales Lieferanten-Onboarding genügt — auch auf Plattformen wie Ariba problemlos möglich. Danach kann der Prozess starten: Anbieter wie wir arbeiten stets mit spezifizierten Bedarfen. Die Fachabteilung gibt den Bedarf spitz vor; die klassische Sourcing-Arbeit verbleibt beim Einkauf des Kunden.
7:12 Wenn der Bedarf spezifiziert ist, erstellt der Einkauf wie gewohnt eine Purchase Order. Die einzige Besonderheit: Ein klarer Verweis auf das zu beschaffende Produkt (z. B. ein Link zum Onlineshop-Artikel) sowie der Angebotspreis — entweder der Shop-Preis oder ein vorverhandeltes Angebot — müssen beigefügt werden. Diese Bestellung landet in unserem Abwicklungsteam.
8:07 Unser Team prüft die PO, klärt offene Fragen und sendet eine formelle Auftragsbestätigung inklusive voraussichtlicher Lieferdaten. Anschließend übernimmt unser Bestellteam die komplette Abwicklung: Bestellung im Shop, Bezahlung, Versandbeauftragung. Bei angebotsbasierten Beschaffungen reichen wir stellvertretend den Auftrag beim Lieferanten ein.
9:04 Nach der Lieferung erhält der Kunde pro Vorgang eine formgerechte Rechnung gemäß vereinbartem Zahlungsziel — immer alles aus einer Hand, von einem Kreditor. Keine vorherige Lieferantenanlage erforderlich. Das Modell berechnet pro Vorgang den Warenwert plus eine Servicepauschale. Auch Retouren und Gewährleistungsfälle wickeln wir stellvertretend vollständig ab — bis hin zum DHL-Etikett
10:15 Was bringt das Modell unterm Strich? Es lässt sich in drei Punkten zusammenfassen:
1. Reduktion des Prozessaufwands: Unsere Kunden berichten von 80–90 % weniger manuellem Aufwand für unstrukturierte Beschaffungsvorgänge.
2. Weniger Einmalkreditoren: Die Zahl neu angelegter Lieferanten sinkt drastisch. Der Einkauf entscheidet dabei selbst, ob ein Vorgang über Pedler oder intern läuft — es besteht keinerlei Verpflichtung.
3. Signifikante Prozesskostenreduktion bei gleichzeitiger Entlastung des operativen Einkaufs — und damit mehr Kapazität für strategische Beschaffungsthemen.
11:44 Wie ordnet sich das Modell in die bestehende Beschaffungslandschaft ein? Kataloge und Marktplätze sind ideal für standardisierte, unspezifische Bedarfe (Büromaterial, Hygieneartikel, Arbeitsschutzkleidung etc.) — dort macht eine einheitliche Preisstruktur Sinn. Auch bei flächendeckendem Katalogeinsatz bleibt jedoch ein großer unstrukturierter Restposten übrig.
13:04 Dieser Restposten entsteht, weil Bedarfe zu kurzfristig sind, die Lieferzeiten im Katalog nicht passen, die Preise abweichen — oder weil die Beschaffung schlicht zu einmalig ist, um sie langfristig in einen Katalog aufzunehmen. Typische Beispiele: Ersatzteile, Sonder- und Spezialteile, Messebedarfe, spezifische Hardware, Kleingeräte, Sondermaschinen, Prototypen. Genau für diese Fälle ist das Ein-Kreditor-Modell gemacht.
13:59 Das war der Überblick. Dieses Webinar sollte als erster Einstieg dienen, um das Grundprinzip zu verstehen und häufig gestellte Fragen zu beantworten. Bei Interesse finden Sie in der Präsentation unsere Kontaktdaten — wir erklären Ihnen gerne mehr und beantworten alle offenen Fragen.
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