5 typische Herausforderungen bei der Beschaffung von Einmalbedarfen und wie man sie mithilfe eines 1-Kreditor-Modells vermeidet

Wie Pedlar operative Komplexität reduziert und unstrukturierte Bedarfe beherrschbar macht

5 typische Herausforderungen bei der Beschaffung von Einmalbedarfen und wie man sie mithilfe eines 1-Kreditor-Modells vermeidet

Unstrukturierte Einmalbedarfe gehören zu den unterschätzten Herausforderungen im Einkauf. Sie sind selten planbar, oft dringend und meist nicht über bestehende Kataloge oder Rahmenverträge abgedeckt. Genau deshalb verursachen sie unverhältnismäßig hohe Prozesskosten, binden Kapazitäten und bringen etablierte Beschaffungsprozesse ins Wanken. In vielen Unternehmen zeigt sich dabei ein klares Muster. Je unstrukturierter der Bedarf, desto höher der operative Aufwand im Einkauf. 

Aus der Praxis wissen wir bei Pedlar, dass es dabei neben hohen prozesskosten und zeitlichem Aufwand vor allem um die Art der Abwicklung geht. Welche typischen Herausforderungen dabei immer wieder auftreten und wie Unternehmen sie gezielt vermeiden können, zeigen die folgenden fünf Punkte.

Prozessbrüche durch manuelle Sonderwege

Viele Einkaufsorganisationen verfügen über klar definierte Standardprozesse. Doch genau diese greifen bei Einmalbedarfen häufig nicht. Statt automatisierter Abläufe entstehen manuelle Sonderwege mit E-Mails, Excel-Listen, Telefonaten und individuellen Freigaben. Jeder dieser Brüche erhöht den Zeitaufwand, die Fehleranfälligkeit und die Intransparenz.

Vermeiden lässt sich das nur, wenn auch für unstrukturierte Bedarfe ein klarer, durchgängiger Prozess existiert. Ein zentraler Abwicklungsweg sorgt dafür, dass Einmalbedarfe nicht jedes Mal neu erfunden werden müssen, sondern in einem festen, nachvollziehbaren Ablauf bearbeitet werden können.

Maverick Buying als direkte Folge von Zeitdruck

Wenn Prozesse zu kompliziert oder zu langsam sind, suchen sich Fachabteilungen eigene Wege. Bestellungen werden direkt beim Lieferanten ausgelöst, Rechnungen landen ungeplant in der Buchhaltung und der Einkauf erfährt oft erst im Nachhinein davon. Dieses sogenannte Maverick Buying ist selten böse Absicht, sondern fast immer eine Reaktion auf Zeitdruck und fehlende Alternativen.

Ein einfacher, akzeptierter Beschaffungsweg wie mit einem 1-Kreditor-Modell für Einmalbedarfe ist der wirksamste Hebel, um Maverick Buying zu reduzieren. Wenn spontane Bedarfe schnell, zuverlässig und regelkonform abgewickelt werden können, sinkt die Motivation, Prozesse zu umgehen deutlich.

Hoher Aufwand bei der Lieferantenanlage

Ein zentrales Problem bei Einmalbedarfen ist die Vielzahl neuer Lieferanten. Jeder neue Bedarf bringt potenziell einen neuen Kreditor mit sich. Die Anlage im ERP, die Pflege von Stammdaten, Zahlungsbedingungen und steuerlichen Informationen kostet Zeit und bindet Ressourcen im Einkauf und in der Buchhaltung.

Genau hier setzt das 1-Kreditor-Modell von Pedlar an. Unternehmen legen Pedlar einmalig als Lieferanten im System an. Alle Einmalbedarfe laufen anschließend über diesen einen Kreditor. Die wiederkehrende Anlage neuer Lieferanten entfällt vollständig, ohne dass Transparenz oder Kontrolle verloren gehen.

Fehlende Transparenz über Kosten und Volumen

Einmalbedarfe werden häufig dezentral abgewickelt. Dadurch verteilen sich Informationen über Kosten, Lieferanten und Bestellvolumen auf verschiedene Systeme und Personen. Eine konsolidierte Auswertung ist kaum möglich. Das erschwert nicht nur das Controlling, sondern auch die strategische Weiterentwicklung des Einkaufs.

Durch eine zentrale Abwicklung entsteht automatisch Transparenz. Bestellungen, Rechnungen und Volumina sind klar zuordenbar und auswertbar. So werden Einmalbedarfe vom blinden Fleck zu einer steuerbaren Kategorie.

Compliance-Risiken und unvollständige Dokumentation

Zeitdruck und manuelle Prozesse führen bei Einmalbedarfen häufig zu lückenhafter Dokumentation. Angebote fehlen, Auftragsbestätigungen sind unvollständig oder Rechnungen entsprechen nicht den formalen Anforderungen. Die Folge sind Rückfragen, Verzögerungen und zusätzlicher Aufwand in der Buchhaltung.

Ein strukturierter Abwicklungsprozess stellt sicher, dass jede Bestellung vollständig dokumentiert ist und den internen sowie externen Anforderungen entspricht. Das reduziert nicht nur Risiken, sondern entlastet alle beteiligten Bereiche nachhaltig.

Operative Belastung statt strategischer Wertschöpfung

Die vielleicht größte Herausforderung liegt nicht im einzelnen Prozessschritt, sondern in der Gesamtwirkung. Einmalbedarfe binden überproportional viel Zeit im Einkauf. Zeit, die dann für strategische Themen wie Warengruppenentwicklung, Lieferantenmanagement oder Nachhaltigkeitsinitiativen fehlt.

Operative Aufgaben sind wichtig, aber sie müssen nicht zwangsläufig von denselben Personen erledigt werden, die gleichzeitig den Einkauf strategisch weiterentwickeln sollen. Mit Pedlar übernimmt ein externer Partner die operative Abwicklung von Einmalbedarfen, während der Einkauf die Steuerung, das Budget und die Kontrolle behält.

Fazit

Einmalbedarfe sind kein Randthema, sondern ein zentraler Effizienzfaktor im Einkauf. Prozessbrüche, Maverick Buying und hoher administrativer Aufwand entstehen nicht, weil diese Bedarfe unvermeidbar komplex sind, sondern weil sie oft ohne klare Struktur behandelt werden.

Ein 1-Kreditor-Modell wie das von Pedlar schafft genau diese Struktur. Es reduziert operative Komplexität, senkt Prozesskosten und schafft Freiräume dort, wo sie den größten Mehrwert bringen. So wird aus einem vermeintlichen Problemfeld ein Hebel für einen leistungsfähigeren, strategischeren Einkauf.

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