Einkäufer mit kombinierter Verantwortung für direkte und indirekte Beschaffung im Schnitt rund zehn Prozent mehr verdienen als der Gesamtdurchschnitt. Indirekte Beschaffung ist also längst kein reines Randthema mehr. Sie zahlt sich aus, wenn sie professionell geführt wird.

Der aktuelle Einkäufer-Gehaltsreport 2025 (Kloefpel by EPSA) zeigt ein bekanntes, aber dennoch aufschlussreiches Bild. Wer im direkten Materialeinkauf tätig ist, verdient im Durchschnitt mehr. Besonders Chief Procurement Officers (CPOs) mit Verantwortung für direkte Materialien führen die Gehaltsskala an. Branche, Region und Funktion beeinflussen das Einkommen erheblich und doch lohnt sich ein genauerer Blick auf die Details des Reports. Denn zwischen den Zahlen verbirgt sich eine zentrale Erkenntnis für die Zukunft des Einkaufs.
Auffällig ist zunächst die starke Spreizung nach Funktionen. Während operative Einkäufer bei rund 55.000 Euro liegen, steigen die Gehälter im strategischen Einkauf deutlich an. Einkaufsleiter und CPOs erzielen Spitzenwerte, insbesondere dann, wenn sie Einsparungen, Versorgungssicherheit und Lieferperformance messbar steuern. Interessant ist dabei, dass Einkäufer mit kombinierter Verantwortung für direkte und indirekte Beschaffung im Schnitt rund zehn Prozent mehr verdienen als der Gesamtdurchschnitt. Indirekte Beschaffung ist also längst kein reines Randthema mehr. Sie zahlt sich aus, wenn sie professionell geführt wird.
Der Report macht zudem deutlich, dass Gehalt nicht allein an Volumen oder Materialwert gekoppelt ist, sondern zunehmend an Leistungsbewertung und Steuerungsfähigkeit. Dort, wo Leistung systematisch gemessen wird, liegen die Einkommen signifikant höher. Einsparungen, Liefertermintreue und Versorgungssicherheit gehören zwar weiterhin zu den wichtigsten Kriterien, doch besonders spannend ist ein anderer Aspekt. Themen wie Risikomanagement, Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind zwar seltener Bestandteil der Bewertung, gehen aber mit überdurchschnittlichem Einkommen einher, vor allem auf Leitungs- und CPO-Ebene.
Genau hier zeigt sich eine strukturelle Schwäche vieler Einkaufsorganisationen. Während der direkte Materialeinkauf häufig klar gesteuert, gemessen und priorisiert wird, bleibt die indirekte Beschaffung oft fragmentiert, intransparent und operativ überlastet. Einmalbedarfe, Sonderbeschaffungen und dezentrale Prozesse verursachen hohen Aufwand, binden Ressourcen und liefern dennoch kaum belastbare Kennzahlen. Damit entzieht sich ein relevanter Teil des Einkaufs genau jenen Leistungsdimensionen, die laut Gehaltsreport zunehmend über Wertschätzung und Vergütung entscheiden.
Für Einkäufer bedeutet das, wer indirekte Beschaffung weiterhin als administratives Beiwerk behandelt, verschenkt sowohl für das Unternehmen als auch für die eigene Rolle Potenzial. Denn indirekte Beschaffung ist prädestiniert, genau jene Themen sichtbar zu machen, die im Report mit höheren Einkommen korrelieren, darunter Transparenz, Risikoreduktion, Prozessstabilität und Digitalisierung.
Hier setzt Pedlar an. Mit einem strukturierten 1-Kreditor-Modell bündelt Pedlar Einmalbedarfe und Sonderbeschaffungen über eine zentrale, geprüfte Struktur. Dadurch sinkt nicht nur der operative Aufwand im Einkauf, sondern es entstehen erstmals belastbare Daten, klare Verantwortlichkeiten und messbare Effekte auf Compliance, Liefersicherheit und Prozesseffizienz. Indirekte Beschaffung wird steuerbar und damit bewertbar.
Für Einkaufsleiter und CPOs ist das entscheidend. Denn der Gehaltsreport zeigt deutlich, dass Einkommen dort steigt, wo Leistung sichtbar wird. Wer Risiken reduziert, Prozesse standardisiert und konsequent umsetzt, erhöht nicht nur die Effizienz, sondern auch die strategische Relevanz des Einkaufs. Indirekte Beschaffung bietet dafür ein enormes, bislang oft unterschätztes Hebelpotenzial.
Der Gehaltsreport 2025 ist damit mehr als eine Sammlung von Zahlen. Er ist ein Signal. Der Einkauf entwickelt sich weg von reiner Kostenverantwortung hin zu messbaren Wertbeitrag. Unternehmen, die ihre indirekte Beschaffung strukturiert aufstellen, schaffen die Voraussetzungen dafür. Und Einkäufer, die diesen Bereich aktiv gestalten, positionieren sich genau dort, wo der Einkauf der Zukunft honoriert wird.