Ein Kreditor für alle Einmalbedarfe statt hundert einmaliger Lieferanten: Das versprechen Single-Creditor-Lösungen. Dieser Guide zeigt, welche sechs Kriterien bei der Anbieter-Auswahl zählen, inklusive Checkliste zum Mitnehmen.
6 Kriterien + Checkliste
Eine Single-Creditor-Lösung (auch 1-Kreditor-Modell) bündelt Einmalbedarfe und C-Teile über einen einzigen, einmalig im ERP-System angelegten Kreditor. Bestellung, Zahlung und Rechnung laufen über diesen einen Anbieter; die Lieferung kommt direkt vom jeweiligen Lieferanten. Unternehmen vermeiden so neue Lieferantenanlagen für Bedarfe, die in keinem Katalog stehen.
Single-Creditor-Anbieter unterscheiden sich in Abdeckung, Integration und Servicemodell. Diese sechs Fragen trennen die Ansätze sauber, unabhängig vom Anbieter.
Der Kern einer Single-Creditor-Lösung ist die offene Lieferantenbasis: Auch Artikel und Dienstleistungen, die in keinem Katalog stehen, müssen abwickelbar sein. Fragen Sie konkret nach: Produkte aus Onlineshops, Dienstleistungen, Software-Lizenzen, Ersatzteile, Sonderteile.
Eine gute Lösung fügt sich in den bestehenden Bestellprozess ein: einmalige Kreditorenanlage im ERP-System statt Software-Rollout, Schulungen oder Katalogpflege. Der Bestellweg bleibt der gewohnte.
Jede Bestellung sollte in einer konsistenten, prüffähigen Rechnung von einem Kreditor münden, egal bei wie vielen Anbietern bestellt wurde. Das entlastet Kreditorenbuchhaltung und hält die Stammdaten sauber.
Bestellungen sollten als ganz normale ERP-Bestellungen laufen: dokumentiert, prüffähig und auditierbar, auch für Sonderfälle. Nebeneffekt: Maverick Buying sinkt, weil der offizielle Weg der schnellste ist.
Einmalbedarfe sind per Definition Ausnahmen. Genau dann zählt ein persönlicher Ansprechpartner, der Rückfragen direkt klärt, statt eines Ticketsystems. Klären Sie Reaktionszeiten und Eskalationswege vorab.
Transparente Preise je Bestellung passen zum unregelmäßigen Charakter von Einmalbedarfen besser als Fixkosten oder Mindestvolumen. Prüfen Sie, wofür genau gezahlt wird und was es kostet, wenn einmal nichts bestellt wird.
Alle Häkchen gesetzt? Dann passt der Anbieter zu Einmalbedarfen und C-Teilen.

Mehr zum Modell: Warum das 1-Kreditor-Modell?
Witzenmann wickelt rund 300 Einmalbestellungen pro Jahr über Pedlar als einen Kreditor ab. Was sich an den Prozesskosten geändert hat:
Einkaufsteams über Zuverlässigkeit, persönliche Ansprechpartner und die Abwicklung ihrer Einmalbedarfe.
„Tolle Lösung zur Unterstützung der Einkaufsstrategie. Lästige und mit hohem Aufwand verbundene Einzelbedarfe im C-Teile-Bereich können dank der von PEDLAR angebotenen Single-Kreditor-Lösung effizient und effektiv abgewickelt werden. Wir sind begeistert und froh, PEDLAR als Tool in unserer Einkaufs-Toolbox zu haben.“
Michael Schmid
Vice President Purchasing, Witzenmann
„Mit der Zusammenarbeit mit Pedlar sind wir bisher sehr zufrieden. Pluspunkte für uns sind vor allem die Zuverlässigkeit und die persönlichen Ansprechpartner. Jede Frage wurde stets schnell und kompetent beantwortet.“
Daniela Lapp
Manager Purchasing, optoVision
„Mit Pedlar konnten wir unsere Einmalbedarfe über Kreditkartenkäufe flexibel und effizient abwickeln. Die Zusammenarbeit war unkompliziert und hat unseren Aufwand deutlich reduziert. Insgesamt haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht.“
Caroline Libawski
Procurement Expert, adesso SE
Ein Marktplatz bündelt Käufe innerhalb seines Sortiments; was nicht gelistet ist, bleibt außen vor. Eine Single-Creditor-Lösung arbeitet mit offener Lieferantenbasis: bestellt wird bei jedem Anbieter, konsolidiert über einen Kreditor. In der Praxis ergänzen sich beide Ansätze: Katalog für den Standardbedarf, Single-Creditor-Modell für alles außerhalb. Wo die Grenze zwischen Beschaffungsplattform und 1-Kreditor-Modell verläuft, klärt der direkte Vergleich.
Für Unternehmen, die regelmäßig Einmalbedarfe und C-Teile beschaffen und dafür heute jedes Mal neue Lieferanten anlegen: vom Mittelstand bis zum Konzern, besonders mit ERP-Systemen wie SAP. Je mehr Einmalbestellungen pro Jahr, desto größer der Effekt.
Bei einem Managed-Service-Anbieter wie Pedlar besteht die Einführung aus einer einmaligen Kreditorenanlage im ERP-System. Es gibt keine Software-Implementierung, keine Kataloganbindung und keine Schulungen. Die erste Bestellung kann direkt danach laufen.
Das hängt von der Kostenlogik des Anbieters ab. Achten Sie auf Fixkosten und Mindestvolumen. Bei Pedlar fällt der Preis je Bestellung an und richtet sich nach dem Bestellwert; dem gegenüber stehen bis zu 500 € Prozesskosten, die pro Einmalbestellung entfallen.
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