Katalogplattformen decken den Standardbedarf zuverlässig ab. Doch ein erheblicher Teil der indirekten Bedarfe liegt außerhalb jedes Katalogs. Der Vergleich zeigt, wo welcher Ansatz stark ist und warum beide zusammenpassen.
Ein 1-Kreditor-Modell, auch Single-Creditor-Modell, wickelt die indirekte Beschaffung über einen einzigen Kreditor ab: Ein Dienstleister wird einmalig im ERP-System hinterlegt, bestellt bei beliebigen Anbietern und stellt am Ende eine prüffähige Rechnung. Eine Beschaffungsplattform ist dagegen ein Katalog- oder Marktplatzsystem für wiederkehrenden Standardbedarf. Der entscheidende Unterschied liegt in der Lieferantenbasis: Das Modell ist offen, der Katalog ist es nicht.
Digitale Kataloge und Marktplätze bündeln wiederkehrenden Standardbedarf: definierte Warengruppen, verhandelte Konditionen, Self-Service für die Fachabteilungen.
Grenze: Was nicht im Katalog steht, bleibt außen vor. Genau dort entstehen die Einmalbedarfe.
Pedlar wird einmalig als Kreditor im ERP-System hinterlegt. Alle Einmalbedarfe laufen als normale Bestellung an Pedlar: Bestellung und Zahlung übernimmt Pedlar, geliefert wird direkt vom Anbieter, am Ende steht eine prüffähige Rechnung.
Kern: ein Kreditor statt hundert einmaliger Lieferanten, für alles außerhalb des Katalogs.
Wer die indirekte Beschaffung konsolidieren will, trifft auf drei Anbieterklassen. Sie lösen unterschiedliche Teile desselben Problems und schließen sich gegenseitig nicht aus.
Kein Ranking: Beide Ansätze lösen unterschiedliche Probleme. Entscheidend ist, welcher Bedarf abgewickelt werden soll.
| Kriterium | Katalogplattform / MarktplatzStandardbedarf | 1-Kreditor-Modell (Pedlar)Einmalbedarfe |
|---|---|---|
| Abdeckung von Einmalbedarfen | Nur, was im Katalog steht; alles andere bleibt außen vor. | Offene Lieferantenbasis: jeder Artikel, jede Dienstleistung, jeder Anbieter: nahezu 100 % der Einmalbedarfe. |
| Implementierung | Systemeinführung: Integration, Kataloganbindung, Schulung der Nutzer. | Einmalige Kreditorenanlage im ERP-System, kein neues Tool, keine Prozessumstellung. |
| Katalogpflege | Laufende Pflege: Sortimente, Preise und Nutzerrechte müssen aktuell gehalten werden. | Entfällt, denn es gibt keinen Katalog. Der Bedarf wird je Bestellung individuell beschafft. |
| Rechnungsstellung | Konsolidiert, aber nur für Käufe innerhalb der Plattform. | Eine konsistente, prüffähige Rechnung von einem Kreditor, auch für Bedarfe außerhalb jedes Katalogs. |
| Compliance | Regelkonform im Katalog; außerhalb weichen Fachabteilungen aus; Maverick Buying entsteht. | Jeder Einmalbedarf läuft als normale ERP-Bestellung: prüffähig und auditierbar, auch für Sonderfälle. |
| Kostenlogik | System- und Betriebskosten plus interner Aufwand für Pflege und Administration. | Keine Fixkosten, keine Mindestvolumen: Preis je Bestellung, abhängig vom Bestellwert. |
Katalogplattformen und Marktplätze werden hier als Kategorie betrachtet; Funktionsumfang und Konditionen unterscheiden sich je nach Anbieter.
Die Frage ist nicht, welcher Ansatz besser ist, sondern welcher Bedarf gerade auf dem Tisch liegt. Ihr Katalog behält den Standardbedarf; Pedlar übernimmt die Bedarfe außerhalb. Warum Digitalisierung allein das Problem nicht löst, und wie sich 1-Kreditor-Modell und Katalog ergänzen, zeigen unsere Blog-Artikel.
Büromaterial, MRO-Standardteile, definierte Warengruppen mit verhandelten Konditionen: Hier spielt der Katalog seine Stärken aus: Self-Service, Preisvergleich, Budgetkontrolle. Eine bestehende Plattform sollte dafür bleiben, wo sie ist.
Das Sonderteil aus dem Onlineshop, die einmalige Dienstleistung, die Software-Lizenz, der Messebedarf: Für einen einzigen Auftrag lohnt sich keine Lieferantenanlage, und kein Katalog der Welt deckt diese Bedarfe ab. Genau hier setzt das 1-Kreditor-Modell an. Worauf es bei der Auswahl einer Single-Creditor-Lösung ankommt, steht in den sechs Auswahlkriterien.
Bei Witzenmann sanken die Prozesskosten für Einmalbedarfe von 42.000 € auf 6.300 € pro Jahr, ein Rückgang um 85 % je Bestellung. Der Hersteller wickelt rund 300 Einmalbestellungen jährlich über Pedlar als einen Kreditor ab. Vor der Umstellung kostete jeder Vorgang intern rund 140 €. Gegenüber den Servicekosten ergibt das einen ROI von 3,3.
Nein, und das ist genau der Punkt. Ihre Plattform bleibt für den Standardbedarf im Einsatz, Pedlar übernimmt die Einmalbedarfe außerhalb des Katalogs. Beide Ansätze ergänzen sich: Zusammen decken sie nahezu 100 % der indirekten Beschaffung ab, ohne dass ein System abgelöst werden muss. Um welche Bedarfe es dabei konkret geht, zeigt die Seite zu Einmalbedarfen und C-Teilen im Detail.
Weil ein erheblicher Teil der indirekten Bedarfe außerhalb jedes Katalogs liegt: Sonderteile, einmalige Dienstleistungen, Software-Lizenzen, Messebedarf. Für diese Bedarfe entsteht heute entweder eine neue Lieferantenanlage pro Bestellung, oder die Fachabteilung kauft am Prozess vorbei. Genau diese Lücke schließt das 1-Kreditor-Modell.
Es gibt keine Fixkosten und keine Mindestvolumen. Der Preis fällt pro Bestellung an und richtet sich nach dem Bestellwert. Auf der anderen Seite der Rechnung stehen bis zu 500 € Prozesskosten, die pro Einmalbestellung eingespart werden, weil Lieferantenanlage, Prüfungen und manuelle Abstimmungen entfallen.
Pedlar bearbeitet jede Anfrage innerhalb von 24 Stunden, mit einem persönlichen Ansprechpartner statt eines Ticketsystems. Die Bestellung selbst läuft als ganz normale ERP-Bestellung an den bereits angelegten Kreditor, ohne zusätzliche Systeme oder Schulungen.
Im Mittelstand konkurrieren im Wesentlichen fünf Ansätze: dezentraler Einkauf, zentrale Beschaffung, Category Management, digitale Procure-to-Pay-Systeme und Managed Services für Tail Spend. Die ersten vier ordnen vor allem den Prozess. Sie beantworten aber nicht, wer die Bedarfe außerhalb des Katalogs tatsächlich beschafft und abrechnet. Genau dort setzt das 1-Kreditor-Modell an: als Ergänzung zum bestehenden System, nicht als Ersatz.
Ein B2B-Marktplatz führt viele Lieferanten in einem Sortiment zusammen und rechnet die Käufe innerhalb dieser Plattform gebündelt ab. Das 1-Kreditor-Modell ist nicht an ein Sortiment gebunden: Beschafft wird bei jedem beliebigen Anbieter, auch außerhalb jedes Katalogs. Der Unterschied liegt in der Lieferantenbasis, nicht in der Rechnungsstellung.
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„Tolle Lösung zur Unterstützung der Einkaufsstrategie. Lästige und mit hohem Aufwand verbundene Einzelbedarfe im C-Teile-Bereich können dank der von PEDLAR angebotenen Single-Kreditor-Lösung effizient und effektiv abgewickelt werden. Wir sind begeistert und froh, PEDLAR als Tool in unserer Einkaufs-Toolbox zu haben.“
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