Vergleich

1-Kreditor-Modell vs. Beschaffungsplattform: Was löst welches Problem?

Katalogplattformen decken den Standardbedarf zuverlässig ab. Doch ein erheblicher Teil der indirekten Bedarfe liegt außerhalb jedes Katalogs. Der Vergleich zeigt, wo welcher Ansatz stark ist und warum beide zusammenpassen.

Kein Ranking: zwei Ansätze für zwei Bedarfsarten
Zusammen: nahezu 100 % Abdeckung Lücke geschlossen: Einmalbedarfe
KATALOGPLATTFORM / MARKTPLATZ Wiederkehrender Standardbedarf Preisvergleich & Budgetkontrolle Einmalbedarfe außerhalb des Sortiments Neue Lieferanten weiterhin nötig
1-KREDITOR-MODELL (PEDLAR) Jeder Artikel, jeder Anbieter, jede Dienstleistung Eine prüffähige Rechnung von einem Kreditor Kein neues System, keine Katalogpflege Keine Fixkosten, keine Mindestvolumen
Zwei Ansätze

Beschaffungsplattform und 1-Kreditor-Modell: Worüber sprechen wir eigentlich?

Beide Ansätze konsolidieren die indirekte Beschaffung, aber auf unterschiedliche Weise und für unterschiedliche Bedarfe.

Beschaffungsplattform / Katalogsystem

Digitale Kataloge und Marktplätze bündeln wiederkehrenden Standardbedarf: definierte Warengruppen, verhandelte Konditionen, Self-Service für die Fachabteilungen.

Stark bei wiederkehrendem, standardisierbarem Bedarf Preisvergleich und Budgetkontrolle innerhalb des Sortiments Etablierter Baustein im E-Procurement

Grenze: Was nicht im Katalog steht, bleibt außen vor. Genau dort entstehen die Einmalbedarfe.

1-Kreditor-Modell (Managed Service)

Pedlar wird einmalig als Kreditor im ERP-System hinterlegt. Alle Einmalbedarfe laufen als normale Bestellung an Pedlar: Bestellung und Zahlung übernimmt Pedlar, geliefert wird direkt vom Anbieter, am Ende steht eine prüffähige Rechnung.

Offene Lieferantenbasis: jeder Anbieter, jeder Artikel, jede Dienstleistung Keine Software, kein Katalog, keine Prozessumstellung Keine neue Lieferantenanlage pro Einmalbedarf

Kern: ein Kreditor statt hundert einmaliger Lieferanten, für alles außerhalb des Katalogs.

Der Vergleich

Plattform vs. 1-Kreditor-Modell: sechs Kriterien, zwei Antworten.

Kein Ranking: Beide Ansätze lösen unterschiedliche Probleme. Entscheidend ist, welcher Bedarf abgewickelt werden soll.

Kriterium
Katalogplattform / MarktplatzStandardbedarf
1-Kreditor-Modell (Pedlar)Einmalbedarfe
Abdeckung von Einmalbedarfen
Nur, was im Katalog steht; alles andere bleibt außen vor.
Offene Lieferantenbasis: jeder Artikel, jede Dienstleistung, jeder Anbieter: nahezu 100 % der Einmalbedarfe.
Implementierung
Systemeinführung: Integration, Kataloganbindung, Schulung der Nutzer.
Einmalige Kreditorenanlage im ERP-System, kein neues Tool, keine Prozessumstellung.
Katalogpflege
Laufende Pflege: Sortimente, Preise und Nutzerrechte müssen aktuell gehalten werden.
Entfällt, denn es gibt keinen Katalog. Der Bedarf wird je Bestellung individuell beschafft.
Rechnungsstellung
Konsolidiert, aber nur für Käufe innerhalb der Plattform.
Eine konsistente, prüffähige Rechnung von einem Kreditor, auch für Bedarfe außerhalb jedes Katalogs.
Compliance
Regelkonform im Katalog; außerhalb weichen Fachabteilungen aus; Maverick Buying entsteht.
Jeder Einmalbedarf läuft als normale ERP-Bestellung: prüffähig und auditierbar, auch für Sonderfälle.
Kostenlogik
System- und Betriebskosten plus interner Aufwand für Pflege und Administration.
Keine Fixkosten, keine Mindestvolumen: Preis je Bestellung, abhängig vom Bestellwert.
Abdeckung von Einmalbedarfen
Katalogplattform / MarktplatzNur, was im Katalog steht; alles andere bleibt außen vor.
1-Kreditor-ModellOffene Lieferantenbasis: jeder Artikel, jede Dienstleistung, jeder Anbieter: nahezu 100 % der Einmalbedarfe.
Implementierung
Katalogplattform / MarktplatzSystemeinführung: Integration, Kataloganbindung, Schulung der Nutzer.
1-Kreditor-ModellEinmalige Kreditorenanlage im ERP-System, kein neues Tool, keine Prozessumstellung.
Katalogpflege
Katalogplattform / MarktplatzLaufende Pflege: Sortimente, Preise und Nutzerrechte müssen aktuell gehalten werden.
1-Kreditor-ModellEntfällt, denn es gibt keinen Katalog. Der Bedarf wird je Bestellung individuell beschafft.
Rechnungsstellung
Katalogplattform / MarktplatzKonsolidiert, aber nur für Käufe innerhalb der Plattform.
1-Kreditor-ModellEine konsistente, prüffähige Rechnung von einem Kreditor, auch für Bedarfe außerhalb jedes Katalogs.
Compliance
Katalogplattform / MarktplatzRegelkonform im Katalog; außerhalb weichen Fachabteilungen aus; Maverick Buying entsteht.
1-Kreditor-ModellJeder Einmalbedarf läuft als normale ERP-Bestellung: prüffähig und auditierbar, auch für Sonderfälle.
Kostenlogik
Katalogplattform / MarktplatzSystem- und Betriebskosten plus interner Aufwand für Pflege und Administration.
1-Kreditor-ModellKeine Fixkosten, keine Mindestvolumen: Preis je Bestellung, abhängig vom Bestellwert.

Katalogplattformen und Marktplätze werden hier als Kategorie betrachtet; Funktionsumfang und Konditionen unterscheiden sich je nach Anbieter.

Kein Entweder-oder

Wann Plattform, wann 1-Kreditor-Modell? Und warum beides zusammenpasst.

Die Frage ist nicht, welcher Ansatz besser ist, sondern welcher Bedarf gerade auf dem Tisch liegt. Ihr Katalog behält den Standardbedarf; Pedlar übernimmt die Bedarfe außerhalb. Warum Digitalisierung allein das Problem nicht löst, und wie sich 1-Kreditor-Modell und Katalog ergänzen, zeigen unsere Blog-Artikel.

Standardbedarf → Plattform

Wiederkehrend, planbar, standardisierbar

Büromaterial, MRO-Standardteile, definierte Warengruppen mit verhandelten Konditionen: Hier spielt der Katalog seine Stärken aus: Self-Service, Preisvergleich, Budgetkontrolle. Eine bestehende Plattform sollte dafür bleiben, wo sie ist.

Einmalbedarfe → 1-Kreditor-Modell

Einmalig, spezifisch, außerhalb des Katalogs

Das Sonderteil aus dem Onlineshop, die einmalige Dienstleistung, die Software-Lizenz, der Messebedarf: Für einen einzigen Auftrag lohnt sich keine Lieferantenanlage, und kein Katalog der Welt deckt diese Bedarfe ab. Genau hier setzt das 1-Kreditor-Modell an.

Belegt in der Praxis

Was das 1-Kreditor-Modell bei Witzenmann verändert hat.

85 %
Prozesskosten pro Bestellung, Case Study Witzenmann
35.700 €
Ersparnis pro Jahr, Case Study Witzenmann
3,3×
Return on Investment in der Case Study
FAQ

Häufige Fragen zum Vergleich: Plattform oder 1-Kreditor-Modell?

Ersetzt das 1-Kreditor-Modell unsere Beschaffungsplattform?

Nein, und das ist genau der Punkt. Ihre Plattform bleibt für den Standardbedarf im Einsatz, Pedlar übernimmt die Einmalbedarfe außerhalb des Katalogs. Beide Ansätze ergänzen sich: Zusammen decken sie nahezu 100 % der indirekten Beschaffung ab, ohne dass ein System abgelöst werden muss.

Wir haben bereits ein E-Procurement-System. Warum reicht das nicht?

Weil ein erheblicher Teil der indirekten Bedarfe außerhalb jedes Katalogs liegt: Sonderteile, einmalige Dienstleistungen, Software-Lizenzen, Messebedarf. Für diese Bedarfe entsteht heute entweder eine neue Lieferantenanlage pro Bestellung, oder die Fachabteilung kauft am Prozess vorbei. Genau diese Lücke schließt das 1-Kreditor-Modell.

Was kostet das 1-Kreditor-Modell?

Es gibt keine Fixkosten und keine Mindestvolumen. Der Preis fällt pro Bestellung an und richtet sich nach dem Bestellwert. Auf der anderen Seite der Rechnung stehen bis zu 500 € Prozesskosten, die pro Einmalbestellung eingespart werden, weil Lieferantenanlage, Prüfungen und manuelle Abstimmungen entfallen.

Wie schnell wird ein Einmalbedarf über Pedlar abgewickelt?

Pedlar bearbeitet jede Anfrage innerhalb von 24 Stunden, mit einem persönlichen Ansprechpartner statt eines Ticketsystems. Die Bestellung selbst läuft als ganz normale ERP-Bestellung an den bereits angelegten Kreditor, ohne zusätzliche Systeme oder Schulungen.

Kundenstimme

„Tolle Lösung zur Unterstützung der Einkaufsstrategie. Lästige und mit hohem Aufwand verbundene Einzelbedarfe im C-Teile-Bereich können dank der von PEDLAR angebotenen Single-Kreditor-Lösung effizient und effektiv abgewickelt werden. Wir sind begeistert und froh, PEDLAR als Tool in unserer Einkaufs-Toolbox zu haben.“

Witzenmann Logo Michael Schmid
Vice President Purchasing, Witzenmann
Pedlar Logo